Für Brühl (im Rhein-Erft-Kreis) sind HWP folgender Gesellschaften im Sammlermarkt bekannt: erft-moneten,erft,brühl,aktiensammler

Braunkohlen- und Briketwerk Berggeist AG

Heutzutage schreibt man "Brikett" mit zwei "t", seinerzeit mit einem. Da die Schreibweise der HWP auf diesen Internetseiten den Schreibweisen der damaligen Gesellschaften übernommen wurde, liegt ein Rechtschreibfehler auch bei der Braunkohlen- und Briketwerk Berggeist AG nicht vor.

Am 08.04.1908 (rückwirkend) zum 01.04.1904 gegründet, erfolgte die Eintragung erst am 08.05.1908 (zugleich Ausstellungsdatum der Gründeraktien).

Braunkohlen- und Briketwerke Roddergrube AG

Auch die HWP der Braunkohlen- und Briketwerke Roddergrube AG schreiben sich mit einem "t".

Bereits 1766 wurde die "Roddergrube" aufgeschlossen und Braunkohle ans Tageslicht befördert.

1873: Übernahme der Grube durch die AG Brühl-Godesberger Verein für Braunkohlenverwerthung (ja, mit einem "th"); i.R.d. Liquidation ...

1878: ... Übernahme durch die Gewerkschaft Roddergrube.

1908: Fusion mit der Gewerkschaft des Braunkohlen-Bergwerkes Brühl, kurz Braunkohlen-Bergwerk Brühl genannt, zur Braunkohlen- und Briketwerke Roddergrube AG.

1933/1935: Über wechselseitige Beteiligungen mit der Rheinischen AG für Braunkohlenbergbau und Brikettfabrikation (Rheinbraun) beginnend, letztendlich in den RWE-Konzern aufgegangen.

Braunkohlen-Bergwerk Brühl

1870: Feldverleihung des Feldes "Brühl" an den Essener Bergassessor Wilhelm Jung.

1873: Aus dem Krieg zurückgekehrt: Gründung der "Gewerkschaft des Braunkohlenbergwerkes Brühl"

1875 konnten zwar die ersten Klütten maschinell gepresst, aber in Konkurrenz zur im Raum Köln vorherrschenden Steinkohle von der Ruhr nicht gewinnbringend abgesetzt werden. Es folgte der wirtschaftliche Niedergang:

20.12.1878: Versteigerung des gesamten Vermögens an die Essener Bankiers Middendorf und Gebr. Beer.

1879: Neugründung mit gleichem Namen

1908: Fusion mit der Gewerkschaft Roddergrube zur Braunkohlen- und Briketwerke Roddergrube AG (mit einem "t").

Gewerkschaft Roddergrube

1878: Am selben Tage der Versteigerung des Betriebsvermögens der liquidierten AG Brühl-Godesberger Verein für Braunkohlenverwerthung (ja, mit "th") wurde die Gewerkschaft Roddergrube gegründet.

1908: Übernahme sämtlicher Kuxe der Gewerkschaft Vereinigte Ville; sowie: Fusion mit der Gewerkschaft des Braunkohlenbergwerkes Brühl, kurz Braunkohlen-Bergwerk Brühl genannt, zur Braunkohlen- und Briketwerke Roddergrube AG (mit einem "t").

Zuckerfabrik Brühl

Rechnung der Zuckerfabrik Brühl aus dem Jahre 1913
Rechnung der Zuckerfabrik Brühl aus dem Jahre 1913

12.04.1883: Gründung.

Aktionäre der ersten Jahre waren zur Verwirklichung des Geschäftszweckes verpflichtet, Zuckerrüben anzubauen.

Folglich findet man auf den Namensaktien von 1884 und 1886 den "Landwolf" als Synonym der beruflichen Tätigkeit.

Der Grundbesitz der Zuckerfabrik Brühl umfasste zeitweise 440 preußiche Mogen ( x ~ 2.553 m² = 1.123.320 m² ).

1989: Übernahme und Schließung durch Pfeifer & Langen, die nach und nach nahezu alle Zuckerfabriken des Rhein-Erft-Kreises und des benachbarten Kreises Düren übernahm und schloss.

Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik Brühl entstand ein neues Wohngebiet.

Letzte Aktualisierung: 01/2014